Ansprechpartner

Herr
Bernd Käseberg
Betriebsleiter Kläranlage
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Kläranlage Schorndorf

Kläranlagen

Wasser ist die Grundlage des Lebens. Die Reinhaltung der Gewässer ist eine wichtige kommunale Aufgabe und gute Kläranlagen leisten einen bedeutenden Beitrag, die Verschmutzung von Bächen und Flüssen zu verringern.

In der Kläranlage Schorndorf werden jährlich zwischen 4.700.000 m³ und 5.500.000 m³ Abwasser (Schmutz- und Regenwasser) behandelt. Sowohl die häuslichen und industriellen Abwässer, als auch das Regenwasser der einzelnen Ortsteile werden in die Kläranlagen „Weiler“ und „Unterberken“ abgeleitet und dort gereinigt. Damit unterscheidet die Abwasserbeseitigung in Schorndorf zwischen zwei verschiedenen Entsorgungsgebieten, so genannte Einzugsbereiche.

Einzugsbereich Stadtteile
Sammelkläranlage „Weiler" Schorndorf, Weiler, Miedelsbach, Buhlbronn, Schornbach, Mannshaupten, Haubersbronn und Schlichten 
Kläranlage „Unterberken“ Oberberken und Unterberken

Die große Sammelkläranlage in Weiler hat eine Gesamtkapazität von 58.000 Einwohnerwerten (EW). Diese verteilt sich auf die angeschlossenen Einwohner, das angeschlossene Gewerbe und auf die Fäkalschlammanlieferung von Kleinkläranlagen, Gruben und mobilen WCs. Die Kläranlage in Unterberken fasst  eine Kapazität von 3250 EW.

Bevor das geklärte Wasser dem Wasserkreislauf wieder zugeführt wird, durchfließt es in der Kläranlage mehrere Reinigungsstufen.

In einem ersten Schritt wird das Abwasser in der Mechanischen Reinigungsstufe mit Hilfe eines Rechens von groben Verschmutzungen, wie beispielsweise Toilettenartikel, Abfall, Laub und Steinen befreit. Im sogenannten Sandfang, werden anschließend weitere grobe, absetzbare Stoffe, wie Sand, kleine Steine oder Glassplitter aus dem Abwasser entfernt. Diese Verunreinigungen könnten ansonsten zu Betriebsstörrungen in der Anlage führen. Da sich der Sandfang momentan unter dem Geländeniveau befindet muss das Abwasser anschließend mit Hilfe eines Abwasserhebewerks angehoben werden. Das Abwasser fließt anschließend langsam durch das Vorklärbecken, sodass sich Schlamm absetzt.

Nachdem das Abwasser in der mechanischen Reinigungsstufe von groben Verunreinigungen befreit wurde, folgt in einem nächsten Schritt die biologische Stufe bestehend aus Belebungsbecken und Nachklärbecken.
In dieser Stufe werden mit Hilfe von aeroben Kleinstlebewesen (Bakterien, Hefen) unter ständiger Luftzufuhr die im Abwasser noch enthaltenen biologischen Verunreinigungen abgebaut. Mit Hilfe des Belebtschlammverfahrens mit vorgeschalteter Denitrifikation werden im Belebungsbecken durch sauerstoffgesättigte und sauerstoffarmen Bereichen des mit Belebtschlamm versetzten Abwassers die organischen Inhaltsstoffe und Ammonium abgebaut. Zusätzlich wird durch Zusatz von Fällmittel Phosphat aus dem Abwasser entfernt.

Im Nachklärbecken setzt sich der Belebtschlamm ab und wird aus dem gereinigten Abwasser abgetrennt. Aus dem Abwasser konnten so über 95 % der organischen Verschmutzung und 70 % der Stickstoff- und 90 % der Phosphorverbindungen entfernt werden, so dass anschließend das gereinigte Wasser in die Rems bzw. den Herrenbach geleitet werden kann.

Ein Teil des Schlammes wird in das Belebungsbecken zurückgeführt (Rücklaufschlamm), um die Konzentration an Mikroorganismen im Belebungsbecken ausreichend hoch zu erhalten. Der überschüssige Schlamm wird zur Weiterbehandlung zusammen mit dem Schlamm des Vorklärbeckens in den Faulbehälter abgeführt.

Im Faulbehälter, dem so genannten Faulturm wird der Klärschlamm unter sauerstofffreien Bedingungen zu Faulschlamm und brennbarem Faulgas abgebaut. Das Faulgas wird in gereinigter Form in einem Gasmotor zur Deckung des Eigenbedarfs an Strom und Wärme genutzt. Der Faulschlamm wird anschließend in den Nacheindicker geleitet. Dort wird er durch Absetzen eingedickt, um das Volumen und den Wassergehalt weiter zu verringern.

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